Solidaritätskreis Conti- Kolleginnen und Kollegen www.conti-solidarität.info
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Aktuelles in der Solidarität im Kampf um jeden Arbeitsplatz bei Conti in Dortmund

 

Am 19. Juli 2018 hat der Konzernvorstand beschlossen, den Continental-Konzern in drei Teile aufzuspalten. Alle drei Teile sollen von einer Holding des Continental-Konzerns gehalten werden. Die drei Teile sind:

1. das Zuliefergeschäft an die Automobilindustrie einschließlich autonomen Fahrens

2. der Antriebsstrang (auch Autozuliefergeschäft), der teilweise an die Börse kommen soll

3. das traditionsreiche Reifengeschäft.

Damit hat Continental die Katze aus dem Sack gelassen. Die Arbeiter können sich auf einen harten Kampf um ihre Arbeitsplätze und gegen eine wachsende Ausbeutung einstellen. Denn das Ziel von Conti wird sein, die Profitmaximierung zu steigern, um Geld für die Investitionen in die Elektromobilität frei zu bekommen. Bezeichnender Weise hat der Conti-Vorstand mit dem Vorstand der IG Metall, der IG BCE und dem Konzernbetriebsrat ein Papier erarbeitet. Darin wird "Sicherheit für die Beschäftigten" versprochen. Es scheint jedoch genau so zu kommen, wie die Kollegenzeitung "Conti-Arbeiterstimme" Ende April 2018 schrieb: "Wie alle anderen Zulieferer plant Conti die Ausgliederung und Zusammenlegung der Bereiche, die für Verbrennungsmotoren produzieren (in Deutschland z.B. Dortmund, Karben, Bebra, in China Wuhu, in Rumänien Brasov). So sollen die Profite in diesem Bereich gesteigert und abgeschöpft werden für die Investitionen in die Elektromobilität. Es steht auch als Option, die Reifensparte ganz abzustoßen, um an Kapital zu kommen. Hier baut sich eine neue Strukturkrise auf, die – wie es im Kapitalismus immer ist – von den Beschäftigten mit ihren Arbeitsplätzen bezahlt werden soll. Seit Monaten wurde auch bei uns beschwichtigt: alles halb so wild! In Wirklichkeit wird fieberhaft an einer Umstrukturierung gearbeitet. Weil in der kapitalistischen Wirtschaft eine regelrechte Vernichtungsschlacht tobt. Da will Conti als zweitgrößter Zulieferer der Welt seine Monopolstellung auf dem Weltmarkt aufrecht erhalten. Für uns heißt das Arbeitsplatzabbau, und dass Arbeitsdruck und Ausbeutung extrem anziehen werden. Dafür brauchen die Kapitalisten Ruhe im Karton! Wie kommt es, dass, bevor irgendwas konkret bekannt wird, der Vorstand gemeinsam mit der IGM- und IGBCE-Führung und Konzern-Betriebsrat so ein Flugblatt, so eine Beruhigungspille, heraus gibt: „Sicherheit für alle Beschäftigten!“??? Alle Erfahrung der Arbeiterbewegung zeigt doch: Sicherheit für Arbeiter ist im Kapitalismus eine Illusion!" Der Solidaritätskreis dokumentiert ein Teil dieser Kollegenzeitung (siehe unten):

 

Ende 2017 beginnt die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie. Es werden 6 % mehr Lohn und Gehalt gefordert. Die IG Metall hat aber auch parallel den Rahmentraifvertrag gekündigt und fordert ein Recht auf wahlweise Arbeitszeitverkürzung auf 28 Stunden auf bis zu zwei Jahre mit anschließendem Rückkehrrecht. Desweiteren soll für die Beschäftigten, die in Schichtarbeit arbeiten und für Beschäftigte die Angehörige oder Kinder pflegen müssen ein teilweiser Lohnausgleich gezahlt werden. Die Kapitalistenverbände wehren sich gerade gegen diesen Teil der Forderung. Ihr Ziel ist nämlich sogar, die Arbeitszeit verlängern zu wollen!! Dazu schrieb der IG Metall-Vertrauensmann Andreas Kossack, der bei Continental Automotive in Dortmund arbeitet, folgenden Leserbrief an die Ruhrnachrichten:

Der Leserbrief erschien am 10.1.2018 in den Ruhrnachrichten vom 10.1.2018 (siehe Bildergalerie). Ausserdem werden hier Bilder von der Kundgebung vor der 1. Verhandlungsrunde mit den Unternehmern im November 2017 und vom Warnstreik am 24.1.2018 in Dortmund gezeigt. 1000 Kolleginnen und Kollegen nahmen am Warnstreik teil und zeigten ihre Kampfbereitschaft:

Bei der Betriebsversammlung am 7. Oktober 2016 haben Betriebsrat und Geschäftsleitung bei Continental Automotive (Dortmund) eine Betriebsvereinbarung "Standortzukunft" vorgestellt. In der am 7. März 2017 erschienenen Kollegenzeitung "Conti-Arbeiterstimme" mit der Überschrift: "Zukunft sieht anders aus!" wird sich kritisch mit dieser Betriebsvereinbarung auseinander gesetzt. Auch was auf die Kolleginnen und Kollegen zukommt, wenn sich jetzt ein umfassender Wandel in der Automobil- und Zulieferindustrie bei der Umstellung auf Elektromobilität vollzieht ist in dieser Zeitung Thema. Wir wollen die Zeitung deshalb dokumentieren:

Conti-Arbeiterpresse März 2017
Conti-Arbeiterpresse Maerz 2017 eingesca[...]
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Am Freitag, den 7. Oktober 2016 fanden Belegschaftsversammlungen bei Continental Automotive in Dortmund statt. Dort wurde verkündet, dass zwar an der Arbeitsplatzvernichtung festgehalten wird, aber „betriebsbedingte Kündigungen“ nicht mehr ausgesprochen werden. Das ist ein wichtiger Erfolg für die Belegschaft. 2014 hatte die Geschäftsführung Kollegen im Rahmen eines „Sozialplan und Interessenausgleich“ gekündigt. Mehrere hatten die Kündigung nicht unterschrieben und gegen die Kündigung geklagt. Alle die geklagt haben haben vor Gericht gewonnen und konnten an ihren Arbeitsplatz zurück. Die Geschäftsführung behauptete vor dem Arbeitsgericht, dass ihnen das nichts hilft, weil sie bei der nächsten Kündigungswelle dabei seien. Nun ist aber klar, dass sie ihren Arbeitsplatz behalten. Ein großer Erfolg für die Kolleginnen und Kollegen, den Solidaritätskreis und die Belegschaft! Am 6.10.2016 erschien eine Kollegenzeitung Conti-Arbeiterstimme, die unter der Überschrift: Wir wollen Arbeit, von der wir leben können und die nicht krank macht !“ Dort wird davon berichtet, dass die Arbeitsplatzvernichtung mit einer Erhöhung der Arbeitsintensität einher geht, wogegen sich Widerstand regt. Wir dokumentieren die Kollegenzeitung:

 

161006 Conti-Arbeiterpresse 1.pdf
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Am 3. Mai 2016 haben ca. 1000 Kolleginnen und Kollegen aus den Metall-Betrieben in Dortmund für 5 % mehr Lohn und Gehalt gestreikt (Warnstreik) und sind zum Unternehmerverband nach Dortmund demonstriert. Hier Bilder von dem Streik, die bei „Der Westen“, „Ruhrnachrichten“ oder „Nordstadtblogger.de“ veröffentlicht wurden. Conti-Kolleginnen und Kollegen waren aktiv beteiligt.

Unter dem Titel: Entlassungen und steigender Arbeitsdruck – so kann es nicht mehr weitergehen“ ist eine Zeitung von Kollegen für Kollegen bei Conti (ehem. VDO) Dortmund erschienen. Dort wurde auch aufgerufen sich aktiv am 1. Mai und den Warnstreikaktivitäten der IG Metall zu beteiligen. Wir dokumentieren die Ausgabe der Kollegenzeitung:

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Am 1. Mai 2015 protestierten Conti-Kollegen nach wie vor gegen die Arbeitsplatzvernichtung bei Continental-Automotive GmbH in Dortmund. Hier ein Bild von den Ruhrnachrichten:

Im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages gegen Leiharbeit legte am 24.2.2011 ein Großteil der Frühschicht bei Continental in Dortmund von 12 bis 13 Uhr die Arbeit nieder und nahmen sich einfach das Recht auf Streik! Sie beteiligten sich an der Kundgebung des DGB gegen Leiharbeit vor dem Conti- Werk. Sie demonstrierten gleichzeitig auch für den Erhalt der Arbeitsplätze. Denn nach wie vor plante Conti die Vernichtung von bis zu 600 Arbeitsplätzen am Standort. Weitere 180 Leiharbeitsstellen sind damit auch gefährdet! Auf der Homepage der IG Metall Dortmund wurde dazu folgender Aufruf veröffentlicht: „Einstellungen im Betrieb statt Werk- und Dienstleistungsverträge. Die unbefristete Übernahme der Auszubildenden in eine feste Beschäftigung. Dafür wollen wir ein Zeichen setzen!“ Ein Extra der Kollegenzeitung „Conti-Arbeiterpresse“ ist am 23.2.11 erschienen mit dem Titel: „Aktionstag 24.2.: Die Produktion muss stehen!“ (siehe unten) Es kamen auch Belegschaften von anderen Betrieben. Die kämpferische Belegschaft von Hoesch Spundwand und Profil GmbH führte eine a.o. Belegschaftsversammlung durch und demonstrierte vor das Werstor bei Conti. Insgesamt nahmen 850 Teilnehmer an der Kundgebung vor Conti in Dortmund teil! Die Westfälische Rundschau hat einen ausführlichen Bildbericht gebracht: Hier lesen und Bilder von der IG Metall:

Bericht in WR von Aktionstag gegen Leiharbeit und Arbeitsplatzvernichtung
110225 WR Bericht von Aktionstag.jpg
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Extra-Ausgabe zum Aktionstag gegen Leiharbeit und Arbeitsplatzvernichtung
Extra-Ausgabe 23.2.2011.pdf
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