Solidaritätskreis Conti- Kolleginnen und Kollegen www.conti-solidarität.info
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SolidaritÄt gegen politisch-motivierte Kündigung durch Conti

Gegen die politisch-motivierte Kündigung von Andreas Kossack durch Conti wurde folgende Erklärung des Solidaritätskreises beschlossen:

  • Gegen die Arbeitsplatzvernichtung bei Continental! Jeder einzelne Arbeitsplatz fehlt uns und für die Zukunft der Jugend!
  • Sofortige Rücknahme der Kündigung von Andreas Kossack bei Continental Automotive in Dortmund! Diese Kündigung ist politisch-motiviert, weil sie sich gegen einen kämpferischen IG Metall Vertrauensmann und ehemaligen Streiksprecher des selbständigen Streiks richtet!
  • Sofortige Rücknahme der krankheitsbedingten Kündigung von Ilona Kolberg durch Continental in Dortmund!

Seit Juni 2009 hat die Continental- Geschäftsführung mit der Umsetzung der Massenentlassungen beginnend zum Januar 2010 begonnen. Über 100 Arbeitsplätze werden nach Tschechien, Ungarn und China verlagert und der Sensorik- Bereich in Dortmund aufgelöst.

Die 200 Conti-VDO Kollegen der Sensorik in Dortmund hatten in ihrem 2 1/2 -tägigen selbständigen Streik im Juli 2008 gegen die Verlagerung einen Teilerfolg erzielen können und gezeigt, dass man gegen einen Weltkonzern wie Conti kämpfen kann. Die Empörung unter den Kollegen ist groß, dass jetzt zwei der drei Streiksprecher und einige aktive Kolleginnen und Kollegen von der Vernichtung der Arbeitsplätze betroffen sind. Es ist sicherlich kein Zufall, dass angesichts weiterer geplanter Arbeitsplatzvernichtung im Continental- Konzern gerade diese Kollegen aus dem Betrieb entfernt werden sollen. Denn immerhin will Continental gestärkt aus der Weltwirtschaftskrise hervorgehen und dazu muss die Ausbeutung der verbleibenden Kollegen weiter gesteigert werden.

Mittlerweile wurde am 30.6.2009 die betriebsbedingte Kündigung gegenüber Andreas Kossack zum 31.7.2010 ausgesprochen. Er ist seit Jahren als kämpferischer IG Metall- Vertrauensmann bei Continental (früher VDO) in Dortmund bekannt. Er wurde von den Kolleginnen und Kollegen als einer der Sprecher des selbständigen Streiks gewählt. Kollegen und Freunde sehen in der betriebsbedingten Kündigung eine politisch-motivierte Kündigung. Sie haben einen Solidaritätskreis gegründet und sich das Ziel gesetzt, den Kampf gegen die Arbeitsplatzvernichtung zu unterstützen sowie die Solidarität gegen die politisch- motivierte Kündigung von Andreas Kossack zu organisieren. Dazu werden sie durch eine Unterschriftensammlung und Öffentlichkeitsarbeit die Kündigungsschutzklage von Andreas Kossack vor dem Arbeitsgericht unterstützen!

Solidaritätsinfo Nr. 7 vom 19.8.2010:

Sieg auf der ganzen Linie für Andreas Kossack, den Solidaritätskreis und die kämpferischen Conti-VDO- Kolleginnen und Kollegen!!

Continental Automotive in Dortmund muss Andreas Kossack, einen aktiven Gewerkschafter und Sprecher des selbständigen Streiks der Conti-VDO- Kolleginnen und Kollegen von 2008 zu unveränderten Konditionen weiter beschäftigen – eine Revision wird nicht zugelassen!

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde des Solidaritätskreises!

 

Am 28.7.2010 fand die letzte und entscheidende Berufungsverhandlung von Andreas Kossack gegen seine Kündigung von Continental Automotive GmbH vor dem Landesarbeitsgericht in Hamm statt. Wir möchten deshalb jetzt alle Kolleginnen und Kollegen und Freunde des Solidaritätskreises über den Erfolg informieren. Der Sieg ermutigt für die Zukunft, keinen einzigen Arbeitsplatz mehr kampflos aufzugeben in unser aller Interesse, aber vor allem auch für die Zukunft unserer Jugend. Nur wer kämpft kann gewinnen!

Fast 30 Freunde und Kolleginnen und Kollegen von Andreas Kossack sind trotz Ferienzeit zum Landesarbeitsgericht nach Hamm gekommen, um ihre Solidarität mit Andreas zu zeigen. Eine Kollegin der Betriebsratsgruppe von „OPEL- Offensiv“ überbrachte ihre solidarischen Grüße. Kurt Kleffel – Sprecher der Betriebsgruppe der MLPD von Continental in Hannover – überbracht die Solidarität aus Hannover und war deshalb extra von dort angereist. Weitere Solidaritätsbekundungen kamen von Gerd Pfisterer BR- Vorsitzender von HSP, Peter Nunhofer von der Partei „Die Linke“, IG Metall Mitglied und BR bei HSP, Ilka Schröder Buscha vom Frauenverband Courage, Montagsdemo Dortmund, MLPD Kreisverband Dortmund und von mehreren Einzelpersonen. Andreas und der Solidaritätskreis kämpfen nun schon seit einem Jahr gegen die politisch-motivierte Kündigung und gegen die Arbeitsplatzvernichtung bei Continental. Reporter der WR und des Lokalradios waren wegen der Bedeutung der Verhandlung gekommen. Mit einem eigenes gedichteten Lied „Keiner schiebt uns weg“ wurde die Solidaritätskundgebung vor dem Landesarbeitsgericht abgeschlossen.

Die Verhandlung selbst dauerte fast 2 Stunden und der Chef des OES- Bereichs aus Regensburg, Lampe sowie der Ex-Betriebsratsvorsitzende Bieletzki wurden als Zeugen vernommen. Besonders empörend war die offensichtlich gut einstudierte und mit der Geschftsführung abgesprochene Zeugenaussage von Bieletzki: Er bestätigte in den kritischen Fragen die Aussagen der Geschäftsleitung, konnte sich ansonsten an nicht mehr viel erinnern.

Richter Bertram, der sich aus arbeitsrechtlicher Sicht sehr tiefgehend mit der Sache befasst hatte, fragte die Personalchefin, warum sie den Kläger Andreas Kossack nicht auf einem der Arbeitsplätze, die jetzt frei wurden, beschäftigen will. Hierauf konnte die Personalchefin Küppers keine überzeugende Antwort geben. Die politische Motivation, die im Verlaufe der Verhandlung immer deutlicher wurde, wollte sie allerdings unter keinen Umständen zugeben. Mit dem Urteil des Landesarbeitsgerichts, der Kündigungsschutzklage von Andreas Kossack in vollem Umfang statt zu geben und auch keine Revision zuzulassen, wurde die politische Motivation der Kündigung indirekt bestätigt.

Wir gratulieren Andreas Kossack recht herzlich und freuen uns mit ihm über diesen wichtigen Erfolg!!

Das ist ein Erfolg auf ganzer Linie, der zeigt: Es ist richtig und wichtig zu kämpfen, denn nur wer kämpft kann gewinnen. Nach dem Prozess flossen viele Freudentränen. „Der gemeinsame Kampf hat auch unseren Zusammenhalt gestärkt und uns ermutigt, den Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz weiterzuführen“ meint Andreas nach der Verhandlung. Inzwischen gingen etliche Glückwünsche aus ganz Deutschland ein, die auf unserer Homepage www.conti-solidarität.info zu lesen sind.

 

Glückwünsche an den Solidaritätskreis, an Andreas und die Kolleginnen und Kollegen zum Erfolg (chronologisch):

 

  • Herzlichen Glückwunsch für diesen großen Erfolg, der vielen Kollegen den
    Rücken stärken und ihren Mut heben wird. Glückwunsch an den Soli- Kreis,
    Andreas und seine Familie. Ich war in Gedanken fest bei euch.

    Madeleine

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  • Wer Kämpft kann gewinnen....und wer die breite Solidarität auf seiner
    Seite hat!! - Und noch vieles mehr!!!

    Herzlichen Glückwunsch
    E. Osimitsch
    Ersatzbetriebsrat und IGBCE - Mitglied
    Evonik - Goldschmidt GmbH Essen

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  • Hallo Solikreis um Andreas Kossack!
    Hallo Andreas Kossack!
    Herzlichen Glückwunsch zum Sieg, Das Daumen drücken hat also geholfen.
    Ich freue mich für euch und euren gemeinsam errungenen Sieg. Prima. Aber
    bedenkt es könnte noch was nachkommen, auch wenn die Revision nicht
    zugelassen wurde--- noch ist Vorsicht geboten. Arbeitgeber arbeiten mit
    allen Tricks, so krumm kann man gar nicht denken.
    Ich spreche da aus Erfahrung wie ihr wisst.
    Aber lasst euch nicht unterkriegen, steht zusammen und euch kann keiner
    was. Ihr habt gekämpft und gewonnen und das ist im Moment das wichtigste.
    Feiert gut und ausgiebig und gebt der Freude euren freien Lauf.

Mit freundlichen solidarischen Grüssen

Emmely aus Berlin

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Herzlichen Glückwunsch!!! Felicitations aus Frankreich!!

Gaby aus Frankreich

 

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  • Herzlichen Glückwunsch an Andreas Kossack und an Euch - und damit an
    alle, die ernsthaft für die Interessen und Rechte der Kolleginnen und
    Kollegen eintreten!
    Vielleicht gibt´ s ja auch noch einen Bericht für den Siemens Dialog -
    dort wurde die Sache durchaus mitverfolgt.
    Und so ein Ergebnis ist natürlich hochinteressant für alle Arbeiter,
    Frauen und Ingenieure, die dort in der Auseinandersetzung stehen.
    Also macht´ s fett bekannt und feiert schön!
    Herzlichen Gruß
    Frederike

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  • Liebe Kolleginnen und Kollegen, lieber Andreas,

wir haben uns mit Euch riesig gefreut, als wir über rf-news von dem vollen Erfolg im Kampf um die Weiterbeschäftigung des Kollegen Andreas Kossack erfahren haben, und wir möchten Euch zu diesem Sieg und zu Eurer konsequenten Solidaritätsarbeit ganz herzlich beglückwünschen.

Bei der Kündigung von Andreas Kossack als einem der Streiksprecher von 2008 handelte es sich um eine schlecht kaschierte politisch motivierte Kündigung, die Conti/VDO im Zug von Massenentlassungen in Dortmund durchziehen wollte. Dieser Erfolg muss zu einem Signal für die Erkenntnis werden, dass sich der Weg des Kampfes lohnt, auch wenn man vorher nicht sicher weiß, ob man gewinnen wird. Immerhin hatte die erste Instanz gegen den Kollegen Kossack entschieden.

Dieser großartige Erfolg wäre nicht möglich gewesen ohne die tatkräftige Solidarität weit über Dortmund hinaus, zu der wir von der MLPD nach Kräften beigetragen haben. Eine besondere Rolle hat sicher die gewachsene Solidarität im Kampf der verschiedenen Belegschaften im Continental-Konzern gespielt, die sich über Ländergrenzen hinweg entwickelt hat, insbesondere auch nach Frankreich, aber auch die Solidarität unter Gewerkschaftern und in Betrieben der Region und weit darüber hinaus. Der Erfolg ist auch eine Ohrfeige für das schäbige Verhalten des früheren Betriebsratsvorsitzenden Bieletzki, der sich vor Gericht hinter die Aussagen der Geschäftsleitung stellte.

Dieser Erfolg wird sicher auch anderen Kollegen Mut machen, den Weg des Kampfes konsequent zu gehen und auf die Kraft der Solidarität als ein Faustpfand der Arbeiterbewegungen im Konzern und international zu setzen. Im Kampf gegen die Abwälzung der Krisenlasten und erst recht für eine Zukunft ohne Ausbeutung und Unterdrückung für den Profit braucht die Arbeiterklasse einen festen Zusammenhalt.

In diesem Sinn die besten solidarischen Glückwünsche und Grüße

Ernst Herbert

(i. A. der MLPD, Landesleitung NRW)

 

Hier verschiedene Berichte in Zeitungen zum gewonnenen Prozess:

Bericht ueber Sieg WR.jpg
JPG-Datei [137.4 KB]

Hier die Urteilsbegründung vom Landesarbeitsgericht zum gewonnenen Prozess von Andreas Kossack:

Urteilsbegruendung LAG Hamm.ppt
Microsoft Power Point-Präsentation [3.5 MB]
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